pz-Kandidaten-Check: 7 Fragen an⊠Marek Thutewohl (Piratenpartei)
13.September 2010 | Kategorie: OB-Wahl aktuellMarek Thutewohl (Piratenpartei)
1. Verkehr: Was sind für Sie die drei wichtigsten und vorrangigsten Projekte?1. Mit allen verfügbaren Mitteln den Verkehr am Laufen halten, soweit er überhaupt noch fließt.
2. Kein weiterer Rückbau von Straßen ohne praktikable Alternativen(je mehr Stau, desto schlechter die Luftwerte und damit die Lebensqualität in der Stadt).
3. Förderung und Ausbau des ÖPNV besonders in den Randgebieten, denn von dort müssen die meisten Menschen aufgrund miserabler Anbindung mit dem Auto fahren.
2. Uferwege: Wie wollen Sie die Probleme am Griebnitzsee und in Groß Glienicke lösen?
Die Versäumnisse der letzten zwanzig Jahre kann man nicht in wenigen Wochen ungeschehen machen, deshalb kann ich dazu keine Versprechungen machen außer dem, konsequent an einer Lösung zu arbeiten um nicht nur diese beiden Ufer frei zugänglich zu machen.
3. Soziales: Was tun Sie, damit sich die Kluft zwischen arm und reich nicht weiter verstärkt? Meine Arbeit als Oberbürgermeister möglichst gut machen, um den Menschen in der ganzen Bundesrepublik zu zeigen, dass die Piratenpartei wählbar ist. Der nächste Schritt wäre dann der Einzug der Piraten in den Bundestag und damit die Möglichkeit, unsere Konzepte und Ziel durchzusetzen.
4. Stadtmitte: Wie sieht Ihre neue Alte Mitte aus (mit oder ohne FH bzw. Mercure)?
Ich bin grundsätzlich ein Gegner von “Bilderstürmerei”, besonders, wie sie jetzt wieder in Deutschland durchgeführt wird. Jedes Gebäude in Potsdam hat eine Geschichte und gehört zur Geschichte der Stadt. Ich werde kein Geld für ungewollte und fragwürdige Prestigeobjekte ausgeben, solange das Geld dringend an anderen Stellen gebraucht wird. Ich denke da insbesondere an die Sanierung von Schulen und Kindergärten und zumindest an die kostenlose Versorgung aller Schulkinder mit frischem Obst. Ein Hotel zu kaufen, um es dann abzureißen ist in meinen Augen eine sträfliche Verschwendung von Steuergeldern und ein absolutes “no go”.
5. Schule: Werden Sie neue Schulen und Kita-Plätze schaffen?
Auf alle Fälle viel lieber als neue Schlösser und Kirchen. Potsdam hat eine hohe Geburtenrate und Kinder sind unser Kapital von morgen. Jeder investierte Euro bringt uns mindestens vier Euro zurück, hat also eine Gewinnspanne von 400 Prozent. Wie dumm muss man sein, wenn man das nicht nutzt!
6. Allgemein: Welches ist aus Ihrer Sicht das dringlichste Problem, mit dem sich der neue Oberbürgermeister beschäftigen muss?
Durcharbeiten durch alle Dokumente, um gemachte Fehler zu erkennen, dann erarbeiten eines funktionierenden Haushaltplanes, mit dem sich arbeiten lässt. Außerdem intensiven Kontakt zu den Bürgern suchen um ihre Sorgen und Probleme und damit die der Stadt zu verstehen. Dazu müssen alle Wege genutzt werden, also direktes Gespräch wie auch postalische und Internetumfragen. Diese Stadt gehört den Potsdamern, der Oberbürgermeister muss ihre Interessen vertreten, nicht die irgendeiner Lobby.
7. Wie viel Prozent wollen Sie bei der OB-Wahl erreichen?
Genug, um den etablierten Parteien zu zeigen, dass sie nicht ewig damit weitermachen können, die Bürger dieser Stadt für dumm zu verkaufen.
Info
Marek Thutewohl
# Geboren am 21. Oktober 1964 in Rathenow (Landkreis Havelland)
# Unverheiratet und hat eine erwachsene Tochter.
# In Potsdam wohnt er seit 1984
# Er ist gelernter Betriebsschlosser, seit 1991 arbeitet er als Fahrlehrer
Im September 2009 wurde er zum Vorsitzenden der Piratenpartei Potsdam gewählt. Privat ist Marek Thutewohl begeisterter Schweden-Fan und Hobbyfotograf. Seine Freizeit verbringt er am liebsten in der Natur und bei der Gartenarbeit. Mit seiner Lebensgefährtin lebt er im Ortsteil Fahrland zusammen. Potsdam hält er âfür die schönste Stadt der Weltâ.



